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Unterschiede zwischen einem Hobbyfotograf, Amateurfotograf, Profifotograf, semiprofessionellen Fotograf und einem Fotografenkünstler

Wenn man die Sozialen Medien so verfolgt, hat man das Gefühl, dass zwischenzeitlich ein regelrechter Keil zwischen Amateuren und Profis getrieben wurde. Warum ist dies so und worin unterscheiden sich also Profifotografen von Amateurfotografen? Tatsächlich gibt es noch einige andere Typen und der Unterschied ist oft fließend.

 

Hobbyfotograf

Der Hobbyfotograf oder auch abwertend und oft zu unrecht "Hobbyknipser" genannt, ist ein Fotograf der weniger Anfänger ist und schon länger dieses Hobby betreibt. Er verfolgt (noch) keine Themen oder Spezialgebiete gezielt. Die Regeln der Bildgestaltung sind noch nicht bekannt oder werden wenig beachtet, wie auch die Kameraeinstellungen. Das Equipment muss dabei nicht zwangsläufig auf niedrigen Niveau sein, es handelt sich schließlich um ein Hobby, ein Steckenpferd und eine regelmäßige Freizeitbeschäfftigung, es macht großen Spaß und darf daher auch etwas kosten. Der Hobbyfotograf verdient in der Regel kein Geld damit.

 

Amateurfotograf

Der Amateurfotograf oder auch „abwertend“ amateurhaft betitelt, ist ein Fotograf, der durchaus auf Profiniveau fotografieren kann. Der große Unterschied ist, dass er die Fotografie aus reiner Liebhaberei betreibt und nicht beruflich. Beim Fotografieren hat er sich auf Themen spezialisiert und beherrscht sein Equipment und die Bildgestaltung. Das Equipment ist in der Regel auf Profiniveau bzw. der Unterschied besteht darin, dass sich beim Profi das Equipment rechnen- und beim Amateur spaß machen muss.  So mancher Amateur hat also ein teureres Equipment als der Profi, aber auch umgekehrt. Der Amateur kauf sich schon mal ein teures Objektiv, auch wenn er es nur ein- oder zweimal im Jahr benutzen kann. Ein Profi würde hier überlegen ob er ein Equipment einkauft, dass sich nicht mit den Einnahmen decken lässt.

 

Profifotograf

Der Profifotograf ist jemand der die Fotografie als Beruf ausübt und damit seinen Lebensunterhalt verdient. Er ist also nicht zwangsläufig in Bereichen der Fotografie den anderen Fotografentypen überlegen. In der Regel hat auch er sich auf Gebiete spezialisiert, da er diese in hoher Qualität seinen Kunden bietet. Er muss sich dazu auch um die typischen geschäftlichen Belange kümmern wie die Buchhaltung, Steuer, Werbung und Marketing. Dazu unterhalten die meisten Profis eigene Geschäftsräume und ein Fotostudio mit Angestellten. Sein Equipment ist den Anforderungen angepasst und wie es sich rechnet. In der Regel ist es auf sehr hohem Niveau und verfügt über Backup-Systeme, da sein Equipment bei seinen Aufträgen unbedingt verfügbar sein muss.

 

Semiprofessioneller Fotograf

Dieser Fotograf ist eine Mischung aus allen drei o.g Fotografen. Dies bedeutet, er kann Equipment auf niedrigen und hohen Niveau haben, die Fotografie kann ohne große- aber auch mit hohen Kenntnissen betrieben werden. Er verdient damit nebenberuflich sein Geld. Dem Profifotografen sind diese Art von Fotografen ein Dorn im Auge, teils auch zurecht! Einige dieser Semi-Fotografen machen die Preise kaputt, da diese Fotografen nicht kalkulieren können oder müssen. Teils wird auch noch schwarz gearbeitet. Der Profifotograf kann sich dann am Markt mit deren Niedrigpreisen herumschlagen. Als Beispiel die Hochzeitsfotografie: überlegmal was es kosten muss, wenn ein oder zwei Fotografen eine Hochzeit den ganzen Tag bis in die Abendstunden begleiten. Danach noch die Fotos sichten und nachbearbeiten, was auch noch bis zu einem Tag dauern kann. Jetzt vergleich mal die Kosten für eine Band oder einen Alleinunterhalter, der für fünf Stunden auf die Hochzeit kommt und spielt. Wenn ein Hochzeitsfotograf für seine Dienstleitung 1.000 Euro  oder mehr haben möchte, ist dies nicht viel Geld! Jetzt darf sich der Fotograf aber anhören, Tante Fridas Bub hat auch so eine Kamera und könnte ja auch die Fotos machen oder sie kennen jemanden der jemanden kennt, der verlangt dafür nur 250 Euro. Ob Tante Fridas Bub solche Fotos machen kann, ist fraglich, ob man von seinem wichtigsten Tag Fotos für 250 Euro machen lassen will, wäre für mich sehr fraglich. Ich persönlich, und ich fotografiere schon einige Jahre, möchte auf einer Hochzeit keine Fotos machen. Hier sind soviele Gegebenheiten bei denen das Foto sitzen muss und nicht wiederholt werden kann. Dann auch noch einen kompletten Tag und Abend, dass ist richtig Schwerstarbeit. Ich möchte sowas nicht mal für enge Familienmitglieder machen, da es einfach kein Spaß ist und man nichts von der Feier hat.
Ich will hier aber nicht gegen diese Art von Fotografen hetzen! Es gibt auch eine ganze Reihe von Fotografen die klasse Fotos machen. Sie verdienen sich damit ihr Geld nebenbei, verlangen was es kosten muss und versteuern auch alles als Nebengewerbe. Schlimm sind Typen die gerade mal eine Kamera halten und meinen sie könnten auch schon fotografieren. Dann verlangen sie Niedrigpreise, arbeiten schwarz und liefern auch noch Schrott ab. Letzteres finde ich aber gut, dann haben die Leute mal was gerechtes bekommen für ihre Geiz ist geil Mentalität.

 

Fotografenkünstler

Dann gibt es noch Fotografen die Künstler sind und deren Fotos ware Kunstwerke darstellen. Generell ist das Fotografieren nicht nur ein Handwerk sondern von Kreativität und künstlerischen Einfluss geprägt. Ich bin daher auch der Ansicht, dass der Übergang zu den anderen Fotografen durchaus fließend sein kann.
Ich selbst sehe mich hier ein gutes Stück vertreten. Viele meiner Streetfotos oder auch Fotos anderer Fotografen haben für mich künstlerische Ansätze. Jetzt ist die Frage, was ist Dokumentation und was ist Kunst. Ich denke mir, gib mal einem unbegabten Fotografen und einem fortgeschrittenen Fotografen eine Kamera in die Hand, dann lass sie die gleiche Straßenszene fotografieren. Will ich mir das Foto dieser Straßenszene an die Wand hängen, dann ist es Kunst. Das andere Foto, dass nur platt die Straße dokumentiert und sich niemand an die Wand hängen möchte, ist es nicht.  

 

Schlusswort

Warum ist das Verhältnis zwischen Berufsfotografen und Amateuren so gekippt? Früher war das Fotografieren fast nur im beruflichen Umfeld zu erlernen. Heute hat man Bücher, das Internet und Youtube über die man das Fotografieren selbst erlernen kann. Das Equipment ist nicht mehr so komplex, kleine Kameras sind für wenig Geld zu haben, wodurch man viel leichter Zugang zur Fotografie findet. Im Gegensatz sind viele Fotografenstellen durch den Rückgang der teuren Printwerbung oder der dicken Bestellkataloge zurück gegangen. Die Konkurrenz der Amateure die damit Geld verdienen wollen, ist heute sehr hoch geworden. Wobei ich nicht glaube, dass es für Profis, die ihr Business beherrschen wirklich existenzbedrohend ist. Aber im Handwerk muss nun mal geklappert werden und da fällt schon mal der eine oder andere unsaubere Ton.


 

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